Gaelen (Yist(a)i, Gelsie Patlai etc.)

Verbreitung

Völkergruppe: Erdvölker

Haare: schwarz, voll und glatt

Körperbehaarung: mittel, Bartwuchs bei Männern

Augen: grau, relativ groß

Haut: extrem hell und sonnenempfindlich

Größe m/w: 185/175 cm

Statur/Gewicht: kräftig gebaut mit viel Muskelmasse, 80-100 kg (Männer) bzw. 65-80 kg (Frauen)

Händigkeit: rechts

Besonderheiten: extrem viele Klangschmiede

Anzahl: 12 Mio

Verbreitung: Šukath, Godvyon, Alter Ring, Barrikaden

Mischlinge: sehr selten, nur einige mit Šyukai und Shedali


Die Gaelen (sprich: Gailänn oder auch Gäelänn) sind heutzutage ein sehr zersplittertes Volk mit vielen Kulturen, weswegen es schwer ist, sie überhaupt mit einem einheitlichen Namen zu benennen. "Gaelen" ist das älteste Wort und wird noch heute von einigen Clans und Stämmen in Godvyon benutzt. Fast überall auf der Welt werden sie "Yisti" genannt, dabei ist dies keineswegs der Name, den sich das Volk einst selbst gegeben hat. Vielmehr ist es ein Begriff, mit dem die Shedali die Yalea bezeichnet haben. Als die Shedali erstmals auf Gaelen trafen, waren sie so von ihrem doch elfenähnlichen Aussehen verwirrt, dass sie sie für zu groß geratene Yalea hielten. In Šukath nennt man die Gaelen heute daran angelehnt "Yistai" (Singular "Yistan"), wobei bis ins Mittelalter auch der Begriff "Dunkelshedali" üblich war. Das Volk selbst nennt sich im Süden entweder auch "Yistai" oder aber "Gelsie Patlai" (Kinder Gels).

GaelenDie Gaelen haben glatte, volle Haare von dunkler Farbe, am häufigsten ist schwarz. Manchmal kommt auch dunkelbraun vor. Die Augen sind relativ groß und grau - junge Gaelen haben hellgraue Augen, diese werden dann im Laufe des Lebens immer dunkler, bis sie fast schwarz sind. Diese dunklen Farben stehen im starken Kontrast zu der sehr hellen Haut dieses Volkes. Gaelen sind aber im Gegensatz zu Yalea von recht stattlicher Größe und außerdem von kräftiger Statur. "Stark wie ein Yist" ist unter den Shedali ein anerkennendes Sprichwort. Die Männer haben überdies ordentlichen Bartwuchs.

Die Ähnlichkeit mit den Yalea ist nicht zufällig, denn Kilkhian hatte dieses Elfenvolk als Vorlage für sein erstes eigenes Menschenprojekt genommen. Durch Kreuzungen von Yalea, Primaten und Elementaren und mit Hilfe von Magie entstanden im Gebiet des östlichen Alten Ringes schließlich die Gaelen.

Den Gaelen wurde, wie später auch den Danis, eine instinktive Abneigung gegen Kainanmari eingepflanzt. So waren die Shedali, die fassungslos und ehrerbietig auf diese übergroßen Yalea starrten, nicht schlecht erstaunt, als diese bald die ersten zarten Handelsabkommen brachen und die Shedali mit Krieg überzogen. Rasch vertrieben die aggressiven Gaelen die Shedali aus den nördlichen Barrikaden und lebten dort längere Zeit in nomadischen Clans, bis eine Reihe harter Winter einige von ihnen zum Abstieg in das sumpfige Hügelgelände Süd-Godvyons zwang. Hier entstand eine städtische Kultur.


Die erste größere Siedlung in der Geschichte der Gaelen war die Stadt Ke-Yiyon (shedalisch Kar-Yiona) inmitten eines Sumpfgebietes. Die Stadt ist niemals völlig zerstört worden und existiert noch heute als Ceyon, der Hauptstadt des Königreiches Yithar der Ittaki (eine kulturelle Gruppe der Danis). Berühmt ist Ceyon bis heute in der ganzen Welt für den gigantischen Baum, der den Gaelen als Palast diente: Ke-Yiyon bedeutet in der Sprache der alten Gaelen nichts weiter als "großer Baum". Der Baum steht heute zwar noch, treibt aber keine Blätter mehr aus und wurde seit dem Fortgang der Gaelen aus Ke-Yiyon nicht mehr betreten, weil die Tür verschwunden ist.

Von Ke-Yiyon aus breiteten sich die städtischen und auch die nomadischen Gaelen nach Osten und Norden hin aus. Das alte Großreich der Gaelen, Godiviyon, erstreckte sich während der Glanzzeit vom Alten Ring bis nach Dûl (Dhwla) an der Küste und von den Barrikaden zum Leeren Land.

Mit dem Beginn der Antike bauten sich erhebliche Spannungen zwischen dem Reich Godiviyon und dem Königreich Šyuk auf. Zwar dauerte es viele Jahre, bis offene Aggressionen ausbrachen, letztlich kam es jedoch zu einem Überraschungsangriff der Šyukai auf Ke-Yiyon. Die Gaelen versuchten noch in letzter Minute, Shedali als Hilfe zu mobilisieren, doch dieses Volk lehnte aufgrund der schlechten Erfahrungen ab. Ke-Yiyon wurde von den Šyukai eingenommen und die Bewohner getötet oder versklavt. Danach besiedelten einige Shedali die nahezu verlassene Stadt, bis Danis hinzukamen, die Stadt übernahmen und in ihr das Königreich Yithar gründeten.

Von diesem Zeitpunkt an spaltet sich die Geschichte der Gaelen. Diejenigen, die aus Ke-Yiyon geflohen waren oder in anderen Städten lebten, wurden mehr und mehr von den Ittaki zurückgedrängt. Weitaus turbulenter war das Schicksal der beachtlichen Anzahl von Gaelen, die nach Šukath verschleppt worden waren. Und schließlich gibt es da noch die uralten Clans, die noch heute ihre alten Pfade verfolgen - das Studium gaelenischer Kulturen nimmt viel Zeit in Anspruch.

Heute leben in Godvyon und den Barrikaden etwa 5 Millionen Gaelen. Im kleinen Reich Suk ton Yistai, das die Regierung von Šyuk den dortigen Gaelen zur Verfügung gestellt hat, leben etwa 4 Millionen. Zwischen 300 000 und 500 000 leben in der Hauptstadt Šyuk, weitere 2 Millionen in anderen Städten in Šukath. Einige wenige Gaelen hat es auf die östlichen Inseln oder nach Yador verschlagen, doch dies sind nur einige hundert.


Die turbulente Historie der Gaelen verwundert einen etwas, wenn man bedenkt, wie viele magisch begabte Menschen es in diesem Volk gibt. Die sogenannten daûd waren in den Clans die Mentoren der Anführer und Lehrmeister der Anführer-Auszubildenden - und es gab viele Clans mit mindestens einem Anführer und diversen Lehrlingen.

Bis zum heutigen Tage sind die Gaelen das Volk mit der höchsten Magiequote: etwa einer von 100 Gaelen hat latente magische Fähigkeiten und kann damit "für den Hausgebrauch" die Hilfe von Elementaren erbitten. Unter 5000 Gaelen findet man mindestens einen vollwertigen daûd, und ungefähr 1 von 50 000 Gaelen ist ein beachtlicher Magier. Bei den meisten anderen Völkern kommen auf 500 000 Menschen mit viel Glück gerade einmal 2 Klangschmiede. Offensichtlich half den Gaelen die magische Begabung aber nicht gegen die perfekt von Dilwan gezüchteten und konditionierten Šyukai, unter denen es fast nie magisch begabte Menschen gibt.


Bekannte Gaelen

Keliv war die Gaelen, die als erste eine Verbindung zu den Elementaren um Ke-Yiyon aufnehmen konnte und somit den Grundstein für die ersten Siedlungen der Gaelen legte. Sie war anscheinend eine recht begabte Klangschmiedin, die die Elementare mit Achtung behandelte, weswegen diese ihr zuliebe gravierende Änderungen in die Geographie der Gegend vornahmen, um das Überleben der Gaelen zu ermöglichen. Der Legende nach freundete sie sich mit dem Geist des Großen Baumes an, der ihn daraufhin zum Wohnsitz ihrer Familie umbaute.

Königin Latàni war die erste Herrscherin über das alte Großreich Godiviyon und die Begründerin der matriarchalen Dynastie. Sie herrschte zunächst von Dûl aus, später wurde die Hauptstadt nach Ke-Yiyon verlegt. Latàni war berüchtigt für ihre Mordlust und ließ es sich nur selten nehmen, verurteilte Verbrecher selbst hinzurichten.

NarayilNarayil, ein Nachfahre Latànis und vielleicht auch Kelivs, wurde als fünftes Kind von Königin Liyara in Ke-Yiyon geboren, erlebte den Überfall der Šyukai auf die Stadt, überlebte die Verschleppung nach Šyuk und erlangte als erster Gaelen in Šyuk nicht nur Bürgerrechte, sondern sogar einen Adelstitel. Zugleich ist er der mächtigste Klangschmied, den es auf Kilkhian je gab. Sein Vater ist der shedalische Hexer Díal, der Erzfeind Dilwans; Narayil dagegen ist mit Dilwan sehr gut befreundet (wohl vor allem, sie durch ihre Abneigung gegen Díal geeint sind). Narayil ist auch verantwortlich für den Tod des Drachen Khirlik, der Bruder des Drachenfürsten Kalém, Sohn des Vishs Kishéal.